
Radio Obscura ist der Podcast über Creatures, Crime & Mystery.
Wir erzählen von unerklärlichen Phänomenen, realen Kriminalfällen, vergessenen Geschichten und rätselhaften Orten.
Von historischen Mysterien über seltsame Sichtungen bis zu unheimlichen Technologien – alles, was sich dem Licht entzieht.
Neue Folgen jeden Dienstag.
🎧 Worum geht’s in dieser Folge?
1989 ziehen rund 150 Menschen mit einem Lautsprecherwagen über den Kurfürstendamm.
Die Loveparade entsteht als politische Demonstration und entwickelt sich innerhalb weniger Jahre zu einem internationalen Massenphänomen. Berlin wird zur Hauptstadt der Technokultur, die Parade wächst auf Millionenpublikum an und prägt das Bild einer ganzen Generation.
Doch mit dem Erfolg beginnen neue Konflikte. Sponsoren, Kommerzialisierung und die Fuckparade spalten die Szene. Nach dem Ende der Berliner Ära zieht die Loveparade ins Ruhrgebiet.
Am 24. Juli 2010 endet ihre Geschichte in Duisburg.
Radio Obscura spricht über Techno, Subkulturen, die Kommerzialisierung von Jugendkultur, Crowd Management und darüber, wie eine Veranstaltung mit Millionen Besuchern zu einer der schwersten Katastrophen der deutschen Veranstaltungsgeschichte werden konnte.
Kapitel
(00:00:00) Opening: Friede, Freude, Eierkuchen
(00:01:15) Intro & Begrüßung
(00:10:30) Vom Ku’damm zur Siegessäule
(00:16:24) Die Fuckparade
(00:24:34) Der Abschied von Berlin
(00:30:07) Kulturhauptstadt, Kulturkampf
(00:33:37) Der 24. Juli
(00:37:07) Die Katastrophe
(00:41:18) Wer trägt die Verantwortung?
(00:51:55) Das Ende der Loveparade
(01:00:50) snacks.fm – Loveparade Edition
(01:02:40) Das Vermächtnis
📚 Quellen & Literatur
• Bundesverfassungsgericht (Hg.): Beschluss zur Loveparade als Versammlung, Karlsruhe 2001.
• Bundesverwaltungsgericht (Hg.): Entscheidungen zum Demonstrationscharakter der Fuckparade, Leipzig 2007.
• Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.): Die Geschichte von Techno und der Loveparade, Bonn 2022.
• Electronic Beats (Hg.): The Oral History of Berlin’s Fuckparade, Berlin 2017.
• Erken, Rebecca: „Die lebt ja noch!“, Der Spiegel, 20.07.2015.
• Expertenkommission des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.): Abschlussbericht zur Verbesserung der Aufklärung komplexer Schadensereignisse am Beispiel der Loveparade 2010, Düsseldorf 2022.
• Friedrich, Anne: „Die Rampe hat uns wohl das Leben gerettet“, Kölner Stadt-Anzeiger, 24.07.2025.
• Gerlach, Jürgen (Hg.): Fachliche Aufbereitung von Ursachen der tragischen Ereignisse bei der Loveparade Duisburg 2010, Wuppertal 2013.
• Goethe-Institut (Hg.): Techno Land Glossary – Love Parade, München o. J.
• Helbing, Dirk / Mukerji, Pratik (Hg.): Crowd Disasters as Systemic Failures. Analysis of the Love Parade Disaster, Zürich 2012.
• Landgericht Duisburg (Hg.): Beschluss zur Einstellung des Loveparade-Verfahrens vom 4. Mai 2020, Duisburg 2020.
• Rapp, Tobias (Hg.): Lost and Sound. Berlin, Techno und der Easyjetset, Frankfurt am Main 2009.
• Rave The Planet gGmbH (Hg.): Parade History. From Love Parade to Rave The Planet, Berlin o. J.
• Stiftung Duisburg 24.7.2010 (Hg.): Dokumentationen und Informationen für Betroffene, Duisburg laufend.
• The Berliner (Hg.): Loveparade. A History of Berlin’s Legendary Techno Demo in Pictures, Berlin 2024.
• WDR: Loveparade – Chronologie der Ereignisse, 23.07.2017.
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